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United to END FGM: Die europäische Wissensplattform für Fachkräfte, die in ihrer Arbeit mit weiblicher Genitalverstümmelung in Berührung kommen, ist ein transnationales Projekt, das von der Europäischen Union (EU) ko-finanziert und von einer Arbeitsgemeinschaft aus 12 Partnerorganisationen und vier unterstützenden Partnern aus der ganzen EU gemeinsam implementiert wird.

Geschätzte 500.000 Frauen und Mädchen in der EU sind von FGM betroffen und 180.000 jedes Jahr gefährdet. Um den Bedürfnissen dieser Frauen und Mädchen gerecht zu werden, ist es notwendig, dass die entsprechenden Stellen im Asyl-, Gesundheits-, Beratungs-, Rechts-, Strafverfolgungs-, Erziehungs- und Medien-/ Kommunikationsbereich der EU-Mitgliedsstaaten geeignete, qualitativ hochwertige und leicht zugängliche Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen.

2015 bewilligte die Europäische Kommission der Cyprus University of Technology die Mittel für ein 24-monatiges Projekt, in dessen Rahmen eine europäische, webbasierte Wissensplattform entwickelt werde sollte, die als EU-weites, vielsprachiges Informations- und Bildungsforum dient. Sie sollte weiterhin einfach zugängliche und kulturell angemessene Informationen bieten und Fachkräfte mit verschiedenen Backgrounds aus der gesamten EU helfen, Opfern effektive Unterstützung zu gewährleisten, das Bewusstsein für FGM zu stärken und betroffene oder gefährdete Frauen und Mädchen zu schützen.

1 (147)Die United to END FGM (UEFGM)-Wissensplattform baut auf der Vorgängerversion United to End FGM E-Learning-Werkzeug für Fachkräfte im Gesundheits- und Asylbereich auf, die 2012 vom END FGM-Fond  (END FGM European Campaign) und der ‚Stiftung für menschliche Würde’ finanziert und vom Flüchtlingshilfswerk der UN unterstützt wurde. Dieser E-Learning-Kurs wurde vom Mediterranean Institute of Gender Studies (MIGS) aus Zypern konzipiert und koordiniert in Zusammenarbeit mit der italienischen Organisation Italian Association for Women in Development  (AIDOS), Akina Dada Wa Africa (AKIDWA) aus Irland und der portugiesischen Family Planning Association Portugal (APF).

Ziele des Projekts
  • Eine europäische, webbasierte Wissensplattform zu FGM zu entwickeln, die als Informations- und Bildungsforum dient.
  • Leicht zugängliche und kulturell angemessene Informationen zu bieten.
  • Fachkräfte zu unterstützen, damit sie effektiv Betroffenen helfen und Schutz- und Präventionsprogramme bieten können.
  • Länder-spezifische Informationen zu EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung zu stellen.
  • Einen Menschenrechtsansatz auf der Basis einer kultur- und geschlechter-sensiblen Perspektive in die Debatte einzuführen.
  • Sicherzustellen, dass das Bewusstsein bestimmter Zielgruppen gestärkt, Stigmatisierung in den Medien verhindert und betroffene oder gefährdete Frauen und Mädchen geschützt werden.
  • Zur Implemetierung der folgenden EU-Richtlinien beizutragen:
    • Richtlinie über die Rechte von Opfern von Straftaten (Directive 2012/29/EU)
    • Richtlinie zum internationalen Schutz, insbesondere zum Thema Qualifizierung (Directive 2004/83/EU)
    • Richtlinie über Aufnahmebedingungen (Council Directive 2003/9/EC and Directive 2013/33/EU)

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