Der E-Learning-Kurs von United to END FGM (UEFGM) behandelt das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung (engl. Female genital mutilation/ FGM) im Kontext von:
    • Gesundheit
    • Asyl
    • Recht
    • Justiz/ Strafverfolgung
    • Polizei
    • Bildung
    • Sozialdiensten
    • Kinderschutz
    • Medien
    • Zivilgesellschaft

Der UEFGM-E-Learning-Kurs ist darauf ausgerichtet, die Bedürfnisse einer Vielzahl von Fachkräften abzudecken, wie z.B.:
    • Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen (z.B. KrankenpflegerInnen Hebammen, ÄrztInnen, GynäkologInnen und Personal aus dem psycho-therapeutischen Bereich)
    • BeamtInnen im Asyl- und Einwanderungswesen
    • Aufnahmezentren und deren MitarbeiterInnen
    • JuristInnen und andere VertreterInnen des Justizwesens
    • SozialarbeiterInnen und Kinderschutzbeauftragte
    • PolizistInnen und JustizbeamtInnen
    • LehrerInnen, AkademikerInnen, StudentInnen
    • PolitikerInnen und deren FachreferentInnen (z.B. aus den Ministerien/ Bundesämtern für Asyl, Gesundheit, Inneres, Justiz)
    • EU- und nationale Institutionen und Agenturen (z.B. für internationalen Schutz, Zuwanderung, Opfer von Gewalttaten)
    • MedienvertreterInnen
    • NGOs, Frauenrechts- und Einwandererorganisationen, Unterkünfte
    • andere staatliche Behörden, die sich mit der Umsetzung internationaler Abkommen beschäftigen.

Registrierung

Wenn Sie interessiert daran sind, sich für den UEFGM-E-Learning-Kurs zu registrieren, lesen Sie sich bitte die unten stehenden Informationen durch. Sobald Sie sich für eine Kursvariante entschieden haben, folgen sie der schrittweisen Anleitung für die Registrierung. Sie erhalten darauf einen sicheren Benutzernamen und ein Passwort, das Ihnen Zugang zur Online-Lernplattform gewährt.


Allgemeine Lernziele

Der UEFGM-E-Learning-Kurs soll die Fähigkeiten und das Wissen eines großen Spektrums an Fachkräften erweitern, die von FGM betroffenen Frauen und Mädchen Unterstützung und Schutz bieten. Nach Abschluss des Kurses, sollte der/ die TeilnehmerIn in der Lage sein:

    • die Arten und Folgen von FGM zu beschreiben.
    • über FGM in einer kultur-sensiblen Form zu kommunizieren.
    • FGM als eine Menschenrechtsverletzung zu verstehen.
    • relevante europäische und internationale Asylregelungen und -abkommen zu benennen.
    • einen kulturübergreifenden Ansatz anzuwenden bezüglich der gesundheitlichen Bedürfnisse betroffener Frauen und Mädchen.
    • einen Menschenrechtsansatz anzuwenden, der geschlechts- und kultursensibel ist und zwar im jeweiligen Kontext von Gesundheit, Asyl, Recht, Justiz/ Strafverfolgung, Polizei, Bildung, Sozialdiensten, Kinderschutz, Medien, Zivilgesellschaft und Menschenrechten.

Kursstruktur

Der E-Learning-Kurs besteht aus zwei Grundmodulen und 11 Fachmodulen.

  • Die Grundmodule bieten eine Einführung in das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) als ein Menschenrechtsthema und besonders als eines geschlechterspezifischer Gewalt, was ein tieferes Verständnis der zugrunde liegenden Geschlechter- und sozialen Dynamiken
  • Die Fachmodule bieten Fachkräften die Möglichkeit, ihr Wissen bezüglich FGM zu erweitern, indem sie gezielt weitere Module zu einer Vielzahl an Themen auswählen, die für ihren Arbeitsbereich relevant sind.

Jedes Modul kombiniert unterschiedliche Materialien und Übungen so wie Videos, Fallstudien, Hintergrundtexte und Tests zur Selbsteinschätzung, um den/ die KursteilnehmerIn eine breite Basis zu bieten, elementare Fähigkeiten für dem Umgang mit FGM zu entwickeln.

Die KursteilnehmerInnen sollten am Ende jedes Moduls ein kleines Quiz oder interaktives Spiel absolvieren und jeweils mindestens acht richtige Antworten geben, bevor sie zum nächsten Modul wechseln. Die Tests können bis zu dreimal wiederholt werden. Nach Abschluss aller vorgegebenen Module und Tests bitten wir den/ die TeilnehmerIn einen Evaluationsbogen auszufüllen. Danach erhält er/sie ein elektronisches Zertifikat.


Kursvarianten

Die KursteilnehmerInnen können sich für eine der folgenden Kursvarianten registrieren. Für alle KursteilnehmerInnen ist es Pflicht, die zwei Grundmodule abzuschließen. Zusätzlich können sie folgende Kursvarianten auswählen:

Modul 1: Einführung in das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM)

Zielgruppe: Alle Fachkräfte

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 1 bietet einen Überblick über alle Probleme, die mit FGM im Zusammenhang stehen sowie die Prävalenz in Europa und darüber hinaus. Die wichtigsten Ziele sind:

    • grundlegende Fakten im Zusammenhang mit FGM zu kennen, angefangen von der Definition, Typologie und Prävalenz in Europa und international.
    • die wichtigsten kulturellen und sozialen Faktoren benennen zu können, die Unterschiede in der Praxis von FGM begründen.
    • kurzfristige von Langzeitfolgen von FGM zu unterscheiden.
    • FGM als eine Menschenrechtsverletzung anzuerkennen.

Methoden: Videos, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Datenblätter, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.


Modul 2: FGM: Die geschlechter- und sozialen Dynamiken verstehen

Zielgruppe: Alle Fachkräfte

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Dieses Modul setzt den Fokus auf die Verbindung von weiblicher Genitalverstümmelung und sozialer sowie traditioneller Geschlechterdynamiken. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die Rolle von FGM bei der Untermauerung von Geschlechteridentitäten und Machtdynamiken zu verstehen.
    • erklären zu können, warum FGM als soziale Norm verstanden werden kann.
    • beschreiben zu können, wie Geschlechterungleichheit Frauen beeinträchtigt und wie dies mit FGM zusammenhängt.
    • nachzuvollziehen, wie der Einwanderungsprozess sich mit einem Konflikt mit traditionellen Geschlechteridentitäten und Machtstrukturen überschneidet.
    • Wege benennen können, um die Überwindung von FGM zu fördern und zwar aus einer Geschlechter- und sozialen Perspektive.

Methoden: Videos, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.

Modul 3: Folgen von FGM auf die Gesundheit von Frauen und der Umgang damit

Zielgruppe: Dieses Modul richtet sich an ÄrztInnen, Krankenschwestern, -pflegerInnen und Hebammen. Es kann als Zusatz zur Ausbildung oder als Weiterbildung angesehen werden. Es kann auch von Medizinstudierenden oder von Fachkräften in der medizinischen Grundversorgung benutzt werden sowie von LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und anderem Personal des öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 3 bietet einen umfassenden Überblick über die gesundheitlichen Folgen von FGM (physische, psychologische, sexuelle und bei der Geburtshilfe) und der Umgang eines multidisziplinären Teams damit. Operative Eingriffe wie Deinfibulation und rekonstruktive Operationen sind ebenso abgedeckt. Die wichtigsten Ziele sind:

    • physische, psychologische, sexuelle und Folgen von FGM für die Geburtshilfe beschreiben zu können.
    • gesundheitliche Probleme zu erkennen und an geeignete Hilfsdienste weiterzuleiten.
    • gesundheitliche Probleme zu behandeln bzw. an geeignete Stellen weiter zu verweisen.
    • den Unterschied zwischen Deinfibulation und Rekonstruktion zu kennen.

Methoden: Schaubilder, Checkliste, Hintergrunddokumente und hilfreiche Links, Zusatzmaterialien, Test zur Selbsteinschätzung.


Modul 4: Ethik, Kommunikation und Beratung im gesundheitlichen Kontext

Zielgruppe: Modul 4 richtet sich hauptsächlich an ÄrztInnen, PflegerInnen und andere Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 4 stellt Schlüsselthemen und –technicken vor für die angemessene Kommunikation mit und die Unterstützung von Mädchen und Frauen, die von FGM betroffen oder davon gefährdet sind. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die Haupt-Kommunikationsbarrieren erkennen, die zwischen Frauen und Gesundheitsfachkräften bestehen.
    • die Grundprinzipien und –fähigkeiten verstehen, die für eine gute Beratung notwendig sind (inklusive spezifische Ratschläge zum professionellen Umgang mit FGM).
    • verschiedene Formen kennenzulernen, um gefährdete Mädchen zu erkennen.
    • die Folgen der Medikalisierung von FGM zu verstehen.
    • sich der wichtigsten Problem in den Debatten um FGM bewusst zu werden.

Methoden: Fallstudie, visuelles Material, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.

Modul 5: FGM als Grundlage für internationalen Schutz

Zielgruppe 5: Modul 5 ist ein Fachmodul speziell (aber nicht ausschließlich) für BeamtInnen, die über Asylanträge entscheiden, MitarbeiterInnen von Asylzentren, SozialarbeiterInnen, die mit AntragstellerInnen arbeiten und sonstige NGO-Mitarbeiter aus diesem Bereich.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 5 bespricht FGM als Grundlage für internationalen Schutz (Asyl) basierend auf einer ‘begründeten Angst vor Verfolgung’. In diesem Zusammenhang stellt das Modul relevante Richtlinien und Gesetzgebungen sowie Schlüsselakteure vor; es beschreibt die Formen von staatlichem Schutz und die (anerkannten) Gründe für Verfolgung und erklärt die Probleme mit der Umsiedlung innerhalb des Herkunftslands. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die rechtliche Basis für den Asylanspruch auf Grund von FGM darzulegen.
    • das Konzept von staatlicher und nicht-staatlicher Verfolgung einzuführen.
    • im Kontext der Genfer Konvention zu verstehen, was “begründete Angst vor Verfolgung” bedeutet.
    • die EU-Richtlinien zu internationalem Schutz vorzustellen, darunter speziell die Qualifikationsrichtlinie (EU Directive 2011/95/EU-recast) und die zur Festlegung von Aufnahmebedingungen (EC Directive 2003/9/EC und EU Directive 2013/33/EU).
    • festzulegen, welches relevante oder angemessene Gründe sind, die Umsiedlung im Herkunftsland zu erwägen.

Methoden: Fallstudie, Hintergrund- und rechtliche Dokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.


Modul 6: Der Asylkontext: Kommunikation und Anhörungstechniken

Zielgruppe: Fachkräfte im Asylbereich

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 6 präsentiert und diskutiert angemessene Kommunikations- und Anhörungstechniken, die angewendet werden können, um den Asylstatus festzulegen sowie die Fähigkeiten, die notwendig sind, um damit effektiv zu arbeiten. Außerdem werden Richtlinien vorgestellt, um im Kontext der Antragsstellung die Glaubwürdigkeit zu beurteilen. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die Grundprinzipien bei der Feststellung des Asylstatus zu verstehen, besonders die Grundsätze in Bezug auf die Beweislast und die Bringschuld von Nachweisen.
    • Die Bedeutung der EU-Richtlinien zu internationalem Schutz zu betonen, besonders die der Qualifikationsrichtlinie (EU Directive 2011/95/EU, recast) und der zu Asylverfahren (EU Directive 2013/32/EU, recast)
    • geschlechter-sensible Anhörungstechniken vorzustellen sowie einen individuellen Ansatz, um die jeweilige Glaubwürdigkeit zu beurteilen.
    • Checklisten mit den wichtigsten Schritten einzuführen.

Methoden: Fallstudie, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.

Modul 7: Die Rolle des Rechtssystems im Kampf gegen FGM

Zielgruppe: AnwältInnen, RichterInnen, StaatsanwältInnen, RechtsexpertInnen

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 7 behandelt die Rolle des Rechtssystems im Kampf gegen FGM, wobei es verschiede rechtliche Ansätze vorstellt, um FGM in verschiedenen EU-Staaten zu entgegnen wie Straf- und Kinderschutzgesetze, aber auch die Regelungen zum Berufsgeheimnis. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die dreifach Rolle des Rechtssystems im Kampf gegen FGM darzustellen.
    • den Unterschied zwischen spezieller und allgemeiner Strafgesetzgebung zu FGM zu verstehen und die Vor- und Nachteile beider zu kennen.
    • sich der Schwierigkeiten bewusst zu sein, Gesetze zu FGM durchzusetzen.
    • all die AnwältInnen, RichterInnen und StaatsanwältInnen, die mit FGM konfrontiert werden (könnten), auf diese Rolle vorzubereiten.

Methoden: Fallstudie, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.


Modul 8: Die Rolle der Polizei im Kampf gegen FGM

Zielgruppe: PolizistInnen und andere JustizbeamtInnen

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziel: Modul 8 erklärt die Rolle der Polizei in der Bekämpfung von FGM, angefangen davon, wie gefährdete Frauen am besten erkannt und unterstützt werden, wie zu ermitteln und strafrechtlich vorzugehen sowie mit anderen Beteiligten umzugehen ist (einschließlich alle notwendigen Schritte, um ggf. das Kindeswohl zu sichern). Die wichtigsten Ziele sind:

    • anzuerkennen, dass FGM in den Communties vorkommen kann, mit denen PolizeibeamtInnen arbeiten.
    • die Verantwortung und Rolle der PolizeibeamtInnen bei der Überwindung von FGM zu verstehen.
    • die internationalen rechtlichen Standards bezüglich der Rolle der Polizei bei der Bekämpfung von FGM zu kennen.
    • die speziellen kulturellen Empfindlichkeiten im Zusammenhang mit FGM zu verstehen.

Methoden: Fallstudie, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.

Modul 9: Wie man FGM-Überlebende unterstützt und berät

Zielgruppe: SozialarbeiterInnen, BeraterInnen, MitarbeiterInnen örtlicher Sozialdienste sowie von Stiftungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, Frauen-, Jugend- und Kinderheime, Freiwilligen- und unabhängige Organisationen und sonstige Fachkräfte, die im Bereich Flucht und Einwanderung arbeiten.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 9 versucht, Fachkräfte mit Rüstzeug auszustatten, um FGM-Überlebenden Rat und Hilfe anbieten zu können. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die relevante nationale und EU-Gesetzgebung zu kennen.
    • die Bedürfnisse der von FGM-betroffenen Frauen zu verstehen.
    • den Einfluss sozialer Dienste zu bewerten.
    • kultur- und geschlechter-sensible Ratschläge zu Schutzmaßnahmen und –einrichtungen geben zu können.
    • die Grundlagen von und Gefahren der Verfolgung zu diskutieren.
    • eine professionelle Kooperation zwischen verschiedenen Sektoren und Ländern zu entwickeln, um Gesetze und deren Umsetzung zu verbessern.

Methoden: Fallstudie, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.


Modul 10: FGM und Kinderschutz

Zielgruppe: Kinderschutzbeauftragte und SozialarbeiterInnen, Schul- und Universitätsmitarbeiter, BeraterInnen im Bereich von Asyl und Migration, NGO-Mitarbeiter, die zu den Themen Kinder- und Menschenrechte, Integration, Jugend oder geschlechter-spezifische Gewalt arbeiten.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 10 diskutiert verschiedene Aspekte des Kinderschutzes im Kontext von FGM. Die wichtigsten Ziele sind:

    • zunehmendes Bewusstsein für nationale Gesetzgebungen und politische Richtlinien zu FGM zu schaffen.
    • verschiedene Initiativen, um FGM zu verhindern und Formen des Schutzes vorzustellen.
    • das Wissen, gefährdete Mädchen zu erkennen und zu beschützen.
    • Fähigkeiten zu fördern, um wichtige Entscheidungen zu fallen.
    • das Wissen zu verbessern, wie minderjährige Überlebende von FGM zu behandeln und beraten sind
    • das Wissen um die Meldepflicht von FGM-Fällen zu erweitern.
    • alle relevanten AkteurInnen im Bereich des Kinderschutzes zu kennen und eine angemessene Form der Zusammenarbeit zu finden.
    • Herausforderung und mögliche (enttäuschende) Ergebnisse bei der Strafverfolgung

Methoden: Fallstudie, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.

Modul 11: Die Rolle des Bildungssektors in der Prävention von FGM

Zielgruppe: LehrerInnen und Mitarbeiter an Schulen, die direkt mit jungen Menschen arbeiten, sowie Mitarbeiter von Schulbehörden.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Zielgruppe: Modul 11 erforscht die Rolle des Bildungssektors in der Prävention von FGM und dem Schutz von gefährdeten Mädchen sowie von solchen, die von FGM bereits betroffen sind und versucht, einen Wandel im Verhalten junger Menschen und in den Communities allgemein zu bewirken. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die Wirkung von FGM auf Mädchen und junge Frauen verstehen sowie die Verantwortung der Fachkräfte im Bildungsbereich, sie zu schützen.
    • das Vertrauen und die Fähigkeiten zu stärken, angemessen mit gefährdeten Mädchen umzugehen.
    • sich das Wissen um bewährte Strategien anzueignen, um effektiv und sensibel im Schulkontext mit FGM umzugehen.
    • die Fähigkeit zu stärken, Hürden zu meistern, wenn es darum geht, FGM in der Schule anzusprechen.
    • die Rolle des Bildungssektors im Rahmen einer gesamtgesellschaftlichen Strategie auf lokalem und nationalem Niveau zu verstehen.

Methoden: Fallstudie, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, audiovisuelles Material, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.


Modul 12: Community-basierte Ansätze, um FGM zu begegnen

Zielgruppe: MitarbeiterInnen lokaler Behörden und NGOs sowie von Community-/Migranten-/Flüchtlingszentren, die mit von FGM betroffenen Communities im Kontakt stehen, Angestellte der Polizei, dem Gesundheits-, und Bildungssektor und Fachkräfte aus dem sozialen und Kinderschutzbereich.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 12 unterstreicht die Vielzahl von verschiedenen Ansätzen, die nötig sind, um mit Diaspora-Communities in Kontakt zu kommen und legt mögliche Strategien dar, um Schlüsselfiguren (Frauen, Männer, junge Leute und sonstige AnführerInnen) innerhalb der Communities zu erkennen und in Zusammenarbeit nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Die wichtigsten Ziele sind:

    • die sozialen Normen rund um FGM zu verstehen.
    • sich der Rolle der Community-Mitglieder bewusst zu sein, einen nachhaltigen Wandel zu bewirken.
    • den politischen Rahmen und Standards kennenzulernen, um Communities effektiv einzubinden.
    • Strategien festzulegen, um die Schüsselfiguren der Communities in einem nationalen Aktionsplan gegen FGM einzubinden.
    • die Fähigkeiten zu fördern, um mit Communities in Kontakt zu treten.
    • bewährte Formen der Community-basierten Prävention zu verstehen und anzuwenden.

Methoden: Beispiele von bewährten Strategien, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, audiovisuelles Material, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.

Module 13: Nach Wahl

Für die Kursvariante 6 (,FGM und die Medien’) gilt: Wählen Sie eines der Module 3, 5, 7, 9, 11 und gehen Sie anschließend zum Modul 14 über.


Modul 14: Zum Thema FGM kommunizieren und berichten

Zielgruppe: JournalistInnen, DokumentarfilmerInnen, PR-Fachleute, StudentInnen und alle anderen, die über das Thema FGM reden möchten ohne Überlebende, betroffene Communities oder Gefährdete zu stigmatisieren.

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Griechisch

Lernziele: Modul 13 sucht all denjenigen die richtigen Werkzeuge und Sprache an die Hand geben, die über FGM und andere Formen von geschlechter-spezifischer Gewalt berichten möchten, um dies selbstbewusst, klar und ethisch korrekt (d.h. im Sinne der Maxime ‘füge keinen Schaden zu’) zu tun. Die wichtigsten Ziele sind:

    • angemessene Begriffe für die Berichterstattung über FGM, Überlebende und betroffene Communities zu lernen.
    • zu verstehen, wie die Medien das öffentliche Bewusstsein zu FGM beeinflussen können.
    • die Stigmen und Traumata anzuerkennen, die Worte oder Bilder bei FGM-Überlebenden und betroffenen Communities verursachen können.
    • FGM als Menschenrechtsverletzung darzustellen.

Methoden: Beispiele von angemessenem Umgang, Hintergrunddokumente, hilfreiche Links, audiovisuelles Material, Checklisten, Zusatzmaterial, Test zur Selbsteinschätzung.