1. Laut der EU-Qualifikationsrichtlinie ist FGM kein einmaliger Akt, sondern eine sich wiederholende Form von Schädigung. Das bedeutet, eine Frau oder ein Mädchen kann FGM mehr als einmal in ihrem/ seinem Leben erfahren oder mehrmals dem Risiko ausgesetzt sein.
 
2. In Ländern, in denen Gesetze zum Verbot von FGM eingesetzt wurden, droht Frauen und Mädchen keine Verfolgung, da die Prozedur rechtlich als Straftat angesehen wird.
 
3. Bei geschlechterspezifischen Fällen von Verfolgung, in denen staatliche und nichtstaatliche AkteurInnen für die diskriminierenden Misshandlungen verantwortlich sind, sollte der Flüchtlingsstatus nicht nur aufgrund des Tatbestands der Verfolgung gewährt werden, sondern auch aufgrund des Fehlens von Schutz oder des Versagens, Schutz zu gewähren.
 
4. Die EU-Richtlinien benötigen keine geschlechterrelevanten Aufnahmebedingungen, die die geschlechter- und altersspezifische Belange, sowie die Situation von schutzbedürftigen Personen innerhalb der Aufnahmezentren berücksichtigen.
 
5. Während der Aufnahmeperiode sollten Asylbewerberinnen Folgendes erhalten: